FDP will knappe Million sparen

SPK

Sport— und Kulturhalle

Verzicht auf Kellersanierung der Sport- und Kulturhalle gefordert

2018-02-01 Radikale Einschnitte bei der Planung der Sport- und Kulturhalle fordert die FDP Seeheim-Jugenheim. In einem Antrag an die Gemeindevertretung verlangt sie, auf die Sanierung des maroden Kellergeschosses zu verzichten, zumindest dafür aber keine öffentlichen Mittel aufzuwenden. Die Partei begründet dies zum einen mit den extrem hohen Kosten von knapp einer Million Euro, die für die Feuchte- und Wärmedämmung des Kellers sowie die Sanierung der dort befindlichen Schießanlage im Baugutachten aufgeführt sind. Zum anderen seien die Kellerräume für die geplante Nutzung als Sport- und Kulturhalle nicht zwingend erforderlich.

In ihrem Antrag weist die FDP darauf hin, dass das Kellergeschoss fast ausschließlich vom Schützenverein genutzt wird, von dessen rund 160 Mitgliedern nur wenige aktive Schützen seien. Der Erhalt der Schießbahnen mache einen wesentlichen Teil der geplanten Sanierungskosten aus. „Angesichts unserer Finanzlage können wir nicht einen einzelnen Verein einseitig fördern. Dies lässt sich gegenüber der Allgemeinheit nicht vertreten“, betont der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Thomas Postina. Der Gemeindevorstand solle daher entweder mit den Nutzern der Kellerräume über eine Kostenübernahme reden oder eine alternative Bau- oder Sanierungsplanung vorlegen.

Hintergrund des Antrags ist die sich abzeichnende Mehrheit in der Gemeindevertretung, die sich für den Erhalt des Standorts neben dem Rathaus ausspricht und die rund acht Millionen Euro teure  „Mittellösung light“ favorisiert. Die FDP hatte angesichts der Kosten mehrfach gefordert, zumindest auch alternative Standorte für eine funktionale Halle zu prüfen, um gegebenenfalls zu einer preisgünstigeren Lösung zu kommen.