SPD und CDU gefährden Handlungsfähigkeit der Gemeinde

Die letzte Chance, die Überschuldung der Gemeinde Seeheim-Jugenheim zu verhindern, wurde am 12. Dezember vertan: CDU und SPD beharrten in der Gemeindevertretersitzung in Sachen Hallenbau auf der Maximallösung für 17 Millionen Euro.

Dabei wären deutlich preiswertere Varianten für ein Verwaltungsgebäude und eine Sporthalle möglich: 3,5 Millionen hat der neue Verwaltungsbau der GGEW gekostet, rund eine Million die Sporthalle des TuS Griesheim. Aber in Seeheim-Jugenheim spielt Geld ja keine Rolle – weil wir keines haben.

Die Argumente der FDP:

Seeheim-Jugenheim verfügt – einschließlich der Kreishallen – noch immer über acht Hallen, in denen die örtlichen Vereine Sport treiben. Dass der Sportbetrieb dank guter Kooperation der Vereine nicht leiden muss, zeigen die letzten zweieinhalb Jahre seit Schließung der Seeheimer Halle.

Das Geld wäre an anderer Stelle besser investiert, etwa in die Renovierung der bestehenden Hallen und der gemeindeeigenen Gebäude, in den Straßenbau oder in eine effiziente Wirtschaftsförderung.

Das Anliegen der FDP ist ein fairer Ausgleich zwischen den Sportvereinen einerseits und der Mehrheit der dort nicht engagierten Bürgerinnen und Bürger, aber auch zwischen den einzelnen Ortsteilen. Denn ein Ober-Beerbacher hat nicht unbedingt etwas davon, dass in Seeheim eine tolle Sporthalle gebaut wird – er muss jetzt aber, wie alle anderen Einwohner auch, dafür zahlen.